Wir sind anders, weil wir ursprünglich denken

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Warum ich meinen Weg gehe – und mich dafür nicht mehr rechtfertige.

„Das ist doch Quatsch!“
„Du mit deinem Ökokram!“
„Wenn das wirklich funktionieren würde, würde es doch jeder machen!“

Solche und ähnliche Aussagen habe ich in der Vergangenheit immer wieder gehört. Manchmal wurde darüber gelächelt. Manchmal wurde ich belächelt. Nicht selten wurde aus einer eigentlich sachlichen Diskussion eine persönliche Auseinandersetzung - nur weil ich eine andere Perspektive eingebracht habe.

Weil ich gefragt habe, ob es neben den bekannten Behandlungsmöglichkeiten vielleicht noch andere Wege gibt, weil ich mich dafür interessiere, was die Natur uns bietet und was wir aus dem Wissen unserer Vorfahren lernen können und weil ich nicht jede gesundheitliche Herausforderung ausschließlich durch die Brille einer medikamentösen Behandlung betrachten möchte.

Heute kann ich sagen: Ja, ich denke anders. Und ich bin froh darüber.

Nicht, weil ich grundsätzlich gegen etwas bin, sondern weil ich für etwas stehe.

Für einen bewussteren Umgang mit Gesundheit. Für das Verständnis natürlicher Zusammenhänge. Und für die Bereitschaft, auch dort Fragen zu stellen, wo vermeintlich schon alle Antworten gefunden wurden.


Ursprünglich denken bedeutet nicht, in der Vergangenheit zu leben.

Wenn ich von ursprünglichem Denken spreche, meine ich keine romantische Vorstellung einer Vergangenheit, in der angeblich alles besser war.

Unsere Vorfahren kannten weder die heutigen diagnostischen Möglichkeiten noch moderne Notfallmedizin oder viele der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die heute Leben retten - und das ist gut so!

Ich bin dankbar, dass wir heute Möglichkeiten haben, von denen frühere Generationen nur träumen konnten. Bedeutet medizinischer Fortschritt aber automatisch, dass das Wissen vergangener Generationen bedeutungslos geworden ist?

Ich finde nicht!

Über Jahrhunderte haben Menschen Erfahrungen mit Pflanzen, Ernährung, natürlichen Kreisläufen und ihrer Umwelt gesammelt. Ein Teil dieses Wissens hat sich bewährt und anderes wurde durch moderne Forschung widerlegt oder muss kritisch betrachtet werden.

Gerade deshalb finde ich es spannend, beide Welten miteinander zu verbinden. Nicht blind an alten Überlieferungen festzuhalten, aber sie auch nicht grundsätzlich als Unsinn abzutun.Denn für mich bedeutet Fortschritt nicht, alles Alte zu vergessen.

Fortschritt bedeutet auch, vorhandenes Wissen neu zu betrachten, zu überprüfen und sinnvoll weiterzuentwickeln.


Schulmedizin und ursprüngliches Denken – wo liegt eigentlich der Unterschied?

Zunächst einmal möchte ich etwas klarstellen:

Ich bin nicht gegen Medikamente, Ärzte und schon gar nicht gegen wissenschaftliche Erkenntnisse.  Medikamente können Beschwerden lindern, Krankheiten behandeln und Leben retten. Bei manchen Erkrankungen sind sie dauerhaft notwendig. Das stelle ich nicht infrage.

Was ich allerdings hinterfrage, ist eine Haltung, bei der wir uns ausschließlich darauf konzentrieren, Beschwerden zu behandeln, ohne ausreichend darüber nachzudenken, welche Faktoren zu ihrer Entstehung oder ihrem Fortbestehen beitragen.

Dabei ist mir bewusst, dass auch die moderne Medizin Ursachen erforscht, Prävention betreibt und Lebensstilfaktoren berücksichtigt.

Der Unterschied liegt für mich deshalb nicht darin, dass die eine Seite Ursachen behandelt und die andere nur Symptome.

Es geht vielmehr um den Blickwinkel, den wir persönlich einnehmen.

Wenn ein Organismus immer wieder Beschwerden entwickelt, möchte ich nicht nur wissen, welche Behandlung diese lindern kann.

Ich möchte auch verstehen:

Warum entstehen diese Beschwerden?
Welche Rolle spielen Ernährung und Nährstoffversorgung?
Wie beeinflussen Bewegung, Schlaf und Regeneration den Organismus?
Welche Bedeutung haben Darm und Mikrobiom?
Welche Möglichkeiten gibt es, die natürlichen Körperfunktionen sinnvoll zu unterstützen?

Nicht jede Erkrankung lässt sich durch Veränderungen der Lebensweise verhindern oder behandeln.Aber dort, wo wir Einfluss nehmen können, sollten wir diese Möglichkeiten kennen und nutzen.

Denn für mich ist Gesundheit mehr als die Behandlung einer Krankheit.


Natürlich bedeutet nicht unwissenschaftlich.

Ein Punkt, der mich besonders beschäftigt, ist die Vorstellung, dass natürliche Ansätze grundsätzlich unwissenschaftlich seien. Dabei beschäftigt sich die moderne Forschung längst mit zahlreichen Themen, die auch in der Naturheilkunde und ganzheitlichen Gesundheitsberatung schon lange eine Rolle spielen.

Mit dem Mikrobiom beispielsweise.
Mit dem Einfluss unserer Ernährung auf Stoffwechselprozesse.
Mit der Bedeutung essenzieller Mineralstoffe und Spurenelemente.
Mit den Auswirkungen von Bewegung, Schlaf und Stress.
Oder mit der Frage, wie bestimmte Pflanzenstoffe und fermentierte Lebensmittel auf unseren Organismus wirken.

Natürlich ist nicht jede traditionelle Anwendung wissenschaftlich bestätigt - und nicht alles, was als natürlich beworben wird, ist automatisch wirksam oder ungefährlich.

Aber genauso wenig ist etwas allein deshalb wertlos, weil es seinen Ursprung in der Natur hat.

Ich möchte verstehen, welche Ansätze tatsächlich sinnvoll sind; wo wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, wir noch offene Fragen haben und wo möglicherweise Erfahrungen existieren, die es verdienen, genauer untersucht zu werden. 

Denn Wissenschaft ist für mich kein Gegner ursprünglichen Denkens, sondern sie ist ein wertvolles Werkzeug, um Zusammenhänge besser zu verstehen.


Gesundheit beginnt nicht erst mit einer Diagnose.

Dieser Gedanke begleitet mich schon lange und ich habe hierzu ja auch bereits einige Beiträge zu verfasst. Wir beschäftigen uns häufig erst intensiv mit unserem Körper, wenn etwas nicht mehr so funktioniert, wie wir es gewohnt sind.

Wenn Beschwerden auftreten.
Wenn die Leistungsfähigkeit nachlässt.
Wenn Untersuchungen Auffälligkeiten zeigen.

Dabei ist unser Organismus jeden Tag auf bestimmte Grundlagen angewiesen.

Auf Wasser, Sauerstoff, Energie und essenzielle Nährstoffe.
Auf Bewegung und Erholung.
Auf funktionierende Stoffwechselprozesse und ein komplexes Zusammenspiel verschiedenster Organsysteme.

Genau hier beginnt für mich der ganzheitliche Ansatz.

Nicht erst fragen, was wir gegen eine Krankheit tun können, sondern auch, was wir jeden Tag für unsere Gesundheit tun können.

Das gilt für uns Menschen genauso wie für unsere Tiere. Denn auch sie sind keine Ansammlung voneinander unabhängiger Organe. Sie sind lebendige Organismen, deren Funktionen miteinander verbunden sind.


Wissen statt bloßer Produktempfehlungen.

Genau deshalb habe ich mit JORDWYN begonnen, Wissen stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

In unseren Wissensabenden, Webinaren und Wegbegleitern möchte ich nicht einfach nur erklären, welches Produkt für welchen Zweck angeboten wird.

Ich möchte Zusammenhänge verständlich machen.

Warum braucht unser Organismus bestimmte Mineralstoffe?
Welche Aufgaben übernehmen sie?
Was geschieht bei einer unzureichenden Versorgung?
Welche Bedeutung hat unser Darm über die reine Verdauung hinaus?
Was passiert bei der Fermentation von Lebensmitteln?
Welche Rolle spielen Ernährung, Umwelt und Lebensweise für unsere Gesundheit?

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Nahrungsergänzungen oder Naturprodukte einzusetzen.

Es geht darum, zu verstehen, wann Unterstützung sinnvoll sein kann – und wann vielleicht schon eine Veränderung unserer alltäglichen Gewohnheiten der wichtigste Schritt ist.

Auch natürliche Produkte müssen kritisch betrachtet werden. Nicht jeder Mensch und nicht jedes Tier benötigt dieselbe Unterstützung und auch nicht jedes vielversprechende Produkt hält einer wissenschaftlichen Überprüfung stand.

Genau deshalb möchte ich bei JORDWYN Wissen vermitteln, statt bloß Versprechungen zu machen.

Denn wer Zusammenhänge versteht, kann bewusstere Entscheidungen treffen.


Anders denken ist kein Grund, jemanden abzuwerten.

Was ich in den vergangenen Jahren besonders schade fand, war nicht einmal die unterschiedliche Meinung - denn unterschiedliche Meinungen gehören dazu.

Ich diskutiere gerne. Ich hinterfrage gerne. Ich bin auch bereit, meine eigene Sichtweise zu verändern, wenn gute Argumente oder neue Erkenntnisse dafür sprechen.

Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist die persönliche Abwertung eines Menschen, nur weil er sich mit anderen Ansätzen beschäftigt.

Warum wird jemand belächelt, weil er sich mit Heilpflanzen auseinandersetzt?
Warum wird aus Naturverbundenheit so schnell ein abwertendes „Öko“?
Warum sollte es falsch sein, sich mit dem Wissen unserer Vorfahren zu beschäftigen?

Natürlich darf und soll man Behauptungen hinterfragen und natürlich müssen wir zwischen belegten Erkenntnissen, persönlichen Erfahrungen und unbegründeten Versprechungen unterscheiden.

Aber: Kritisches Denken funktioniert in beide Richtungen.

Es bedeutet, nicht alles ungeprüft zu glauben.

Weder das, was als traditionell gilt, noch das, was gerade modern oder besonders überzeugend vermarktet wird und es bedeutet vor allem, andere Menschen mit Respekt zu behandeln.


Ich bin gerne "anders".

Ich habe meinen Weg gefunden.

Einen Weg, der mich immer wieder dazu bringt, Neues zu lernen, Bekanntes zu hinterfragen und mich intensiver mit den natürlichen Grundlagen des Lebens zu beschäftigen.

Einen Weg, auf dem das Wissen unserer Vorfahren ebenso seinen Platz hat wie moderne wissenschaftliche Erkenntnisse und auf dem ich die Natur nicht als Gegenpol zum Fortschritt betrachte, sondern als einen wichtigen Teil unseres Verständnisses von Gesundheit.

Ich weiß, dass ich damit nicht jeden Menschen erreichen werde und das Gute ist: Das muss ich auch nicht.

Ich möchte niemanden davon überzeugen, notwendige Medikamente abzusetzen oder medizinische Behandlungen abzulehnen, aber ich möchte Menschen ermutigen, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu verstehen und sich mit Möglichkeiten auseinanderzusetzen, die über die reine Behandlung bestehender Beschwerden hinausgehen.

Ich muss nicht gegen die moderne Medizin sein, um für natürliche Gesundheitsvorsorge einzustehen.

Ich muss nicht alles Alte für richtig halten, um das Wissen unserer Vorfahren wertzuschätzen.

Ich muss auch nicht denken wie alle anderen, um meinen Weg mit Überzeugung zu gehen.

Genau aus dieser Haltung heraus hat sich JORDWYN entwickelt und entwickelt sich dadurch auch weiter.

Nicht als Gegenbewegung zur Medizin, sondern als Einladung, Gesundheit umfassender zu betrachten.

Mit Respekt vor dem Leben, Offenheit für neue Erkenntnisse und mit einer tiefen Verbundenheit zu unseren natürlichen Wurzeln.


Daher gilt ab sofort unser neuer Leitsatz

Wir sind anders, weil wir ursprünglich denken.

Natürlich. Ganzheitlich. Verbunden.

Unsere Wurzeln sind kein Rückschritt. Sie sind unser Fundament.

Herzlichst 

Ingo von JORDWYN